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05.11.2018Spielbericht NLA

Thuner bleiben auswärts ohne Punkte – NLA Team unterliegt Zug United nach wildem Torspektakel mit 12:9

Zum Abschluss des Wochenendes traf das Thuner Fanionteam gestern Sonntag auf Zug United. In der Zuger Stadthalle Herti kam es somit zu einem Aufeinandertreffen zweier Teams, welche sich im gleichen Bereich der Tabelle aufhalten. Für ein spannendes und ausgeglichenes Spiel war also gesorgt.

In den Startminuten waren es die Zuger, welche das Geschehen bestimmten. Die Thuner erwischten etwa genau das, was man unter einem klassischen Fehlstart versteht. Nach 14 Minuten schlug es bereits das dritte Mal hinter Thun Torhüter Sven Körner ein. Der pessimistisch eingestellte Thun Supporter runzelte bereits die Stirn und schrieb ein Punktgewinn wohl schon ab. Doch die Thuner zeigten kurz darauf viel Moral und die Reaktion war bemerkenswert. Der erste Thuner Treffer in der 15. Minute wirkte wie ein Flaschenöffner. Die drei frühen Gegentore schienen die Thuner in keiner Weise verunsichert zu haben. Im Anschluss trug man sämtliche Offensivaktionen mit viel Überzeugung und dem nötigen Zug in Richtung Tor vor. Das Resultat, die Partie war bis zur Drittelssirene gedreht und man nahm doch tatsächlich einen 4:3 Vorsprung in die erste Pause.

Die teilweise abenteuerliche Spielweise setzten die beiden Protagonisten auch zu Beginn des zweiten Abschnitts fort. Beide Mannschaften waren zwar bemüht etwas Kontrolle in die Partie zu bringen; doch mehrheitlich ohne Erfolg. Deshalb fielen die Tore auch weiterhin wie reife Äpfel von den Bäumen. So war es nicht weiter verwunderlich, dass es zur Spielmitte bereits 5:5 stand. Im Anschluss machten sich die Thuner das Leben mit zwei Strafen selber schwer. Eine Möglichkeit konnten die Zuger dabei ausnutzen und mit 6:5 in Führung gehen. Die harte Defensivarbeit im Boxplay raubte den Thunern etwas die Kräfte, welche sie im Anschluss dringendst benötig hätten. Im Spiel der Berner Oberländer schlichen sich vermehrt Ungenauigkeiten ein. Vor allem bei den Auslösungen begingen die Thuner vermeidbare Fehler und das Angriffsspiel geriet deshalb deutlich ins Stocken. Die Offensivabteilung des Heimteams liess sich dabei nicht zweimal bitten und wusste die Thuner Unzulänglichkeiten eiskalt auszunutzen. So stand es nach 40 Minuten 8:5 zu Gunsten der Zuger.

Fürs letzte Drittel sahen sich die Berner Oberländer also neuerlich mit einem drei Tore Rückstand konfrontiert. Dass es im Unihockey vielfach sehr schnell geht und ein drei Tore Rückstand in wenigen Minuten gedreht werden kann, haben die Thuner in diesem Spiel bereits gezeigt. Entschieden war die Partie also noch lange nicht. Die etwas lauteren Worte von Coach Sebastian Thomann in der Drittelspause schienen bei den Spielern aber nur bedingt angekommen zu sein. Den Thunern gelang es zwar durchaus gut den nötigen Druck auf die Zuger Hintermannschaft auszuüben und diese zu Fehler zu zwingen. Mit vier erzielten Toren konnten sich die Berner Oberländer auch angemessen belohnen. Das Problem war nur, dass auch das Heimteam vier Mal erfolgreich war. Es waren immer wieder die schnellen Gegenstösse der Zuger, welche die Thuner vor Probleme stellten. Das Heimteam nutzte diese Chancen kaltblütig aus. Dies führte dazu, dass die Gäste den Zuger resultatmässig nie mehr wirklich gefährlich nah kamen. Dennoch, kämpferisch müssen sich die Thuner nichts vorwerfen. Bis zum Ende wurde alles in die Waagschale geworfen um doch noch Punkte aus Zug mitnehmen zu können. Ebenfalls gilt es die neun erzielten Tore als positiv hervorzuheben. Auf der anderen Seite sind 12 erhaltene Tore aber deutlich zu viel und so sind es deshalb die Thuner, welche nach Spielende mit hängenden Köpfen dastanden. Trotz viel Krampf und grossem Aufwand müssen sich die Berner Oberländer den Zuger mit 12:9 geschlagen geben.

Autor: Yannick Zimmermann