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10.04.2018Spielbericht NLA

NLA Spiel 5 und stellt Verbleib in der NLA sicher

Es war ein wahrhaftiger Krimi und strapazierte die Nerven aller Beteiligten; das so wichtige Heimspiel vom Samstag, welches die Thuner am Ende in Extremis gewinnen konnten. Der Sieg war gleichbedeutend mit der 3:1 in Führung in der Serie. Somit brauchten die Thuner nur noch einen Sieg um den Ligaerhalt sicherzustellen. Die Möglichkeit den ersten Matchball zu verwerten, hatten die Thuner bereits gestern Sonntag. Zu einem Schaulaufen wird es für die Berner Oberländer aber keinesfalls kommen. Die bisherigen Partien waren sehr umkämpft und die Sarner haben mit grosser Sicherheit noch nicht resigniert. Mit dem Saisonende und den wohlverdienten Ferien vor Augen konnten die Thuner aber mit zusätzlicher Motivation in die Partie starten. 

Knappe Thuner Führung nach 20 Minuten
Bereits in den Startminuten zeichnete sich das erwartet ausgeglichene Spiel ab. Die Thuner waren gedanklich glücklicherweise noch nicht in ihren Ferien und machten einen sehr aufmerksamen Eindruck. Der Ball lief sehr gut in den eigenen Reihen und man erspielte sich durchwegs gute Tormöglichkeiten. In der 8. Spielminute belohnten sich die Thuner für den Aufwand und konnten mit 0:1 in Führung gehen. Auch in der Defensive agierten die Thuner über weite Strecken des ersten Drittels souverän. Zu gefährlichen Torchancen kamen die Sarner fast nur dann, wenn ihre Verteidiger den Abschluss aus der zweiten Reihe suchten. Die Thuner mussten sich aber eingestehen, dass ihre Blockarbeit keine Bestnoten verdient hatte. Dementsprechend oft musste Thun Torhüter Thomas Fankhauser eingreifen. Er parierte aber sämtliche Schüsse und sorgte dafür, dass die Berner Oberländer eine knappe 0:1 Führung mit in die erste Pause nahmen. 

Mangelhafte Chancenauswertung der Thuner
Gemessen an den Spielanteilen gestaltete sich auch das zweite Drittel ziemlich ausgeglichen. Keinem Team gelang es das Spielgeschehen komplett an sich zu reissen und entscheidend wegzuziehen. Es waren aber die Thuner, welche im zweiten Abschnitt ein Chancenplus verzeichnen konnten. Teilweise gelang es gar mit sehenswerten Passkombinationen über mehrere Stationen sich gefährliche Möglichkeiten herauszuspielen. Einziger Makel war, dass die Thuner nur aus einer Chance Profit schlagen konnten. Es war vor allem Sarnen Torhüter Mario Britschgi, welcher, wie schon in den Spielen zuvor, mit tollen Paraden seine Farben im Spiel hielt. In der 38. Minute musste aber auch er sich geschlagen geben und die Thuner erhöhten durch Simon Meier verdient auf 0:2. Wie schon im ersten Drittel konnten sich die Berner Oberländer auch in den zweiten 20 Minuten auf einen sehr starken Rückhalt verlassen. Thomas Fankhauser hielt seinen Kasten auch in Abschnitt zwei dicht. Somit gewannen die Gäste auch dieses Drittel mit 0:1 und gingen mit einem zwei Tore Vorsprung in die Pause.

Die Thuner machen den Sack zu
Auffällig war, dass beide Teams enorm viel Aufwand betreiben mussten um zu ihren Torerfolgen zu kommen. Dennoch konnten sich die Thuner nicht in Sicherheit wägen. Nur 24 Stunden zuvor gelang es den Sarnern nach einem 4:1 Rückstand noch einmal zurückzukommen. Ein Erlebnis wie dieses galt es aus Thuner Sicht also tunlichst zu vermeiden. Die Sarner standen vor dem letzten Drittel aber dennoch unter Druck. Ihnen blieb nun nichts anderes mehr übrig als mit einem aktiven Pressing die Thuner unter Druck zu setzen. Obwohl die Berner Oberländer nun sehr solidarisch und geschlossen auftraten, kam es zu einigen brenzligen Situationen vor dem Tor der Gäste. Die Berner Oberländer wehrten sich mit Händen und Füssen und konnten so Treffer der Obwaldner vermeiden. Weil aber auch die Thuner in der Offensive nicht reüssierten, war der Ausgang der Partie weiterhin völlig offen. Der Spielstand von 0:2 hielt immer noch bestand, als die Spielzeit schon so weit fortgeschritten war, dass die Sarner dazu gezwungen wurden ihren Torhüter durch einen sechsten Feldspieler zu ersetzen. Wenig später waren es aber die Thuner, welche jubelten. Nicolas Ammann traf ins verlassene Sarner Tor, nachdem er den Ball an einem Sarner Verteidiger abluchsen konnte. Die Entscheidung war damit aber noch nicht gefallen. Nach 58 Minuten musste sich Torhüter Fankhauser doch noch geschlagen geben und für die Sarner öffnete sich doch noch einmal ein kleines Türchen zum Sieg. Die Thuner liessen im Anschluss aber nichts mehr anbrennen und wenig später ertönte die ersehnte Schlusssirene. Es war geschafft. Die Berner Oberländer entschieden Spiel 5 mit 1:3 für sich und gewannen somit die Serie mit 4:1. 

Sichtlich gelöst und erleichtert zeigten sich die Spieler und Teamverantwortlichen nach dem entscheidenden vierten Sieg. Für das Thuner Fanionteam geht also eine lange und kräftezerrende Saison zu Ende. Ein grosses Dankeschön gilt natürlich auch den Fans, welche das Team während der gesamten Saison und vor allem auch in den Auf- und Abstiegsspielen zuhause wie auswärts lautstark unterstützten. Etwas Entspannung und eine unihockeytechnische Pause haben sich nun alle Beteiligten verdient. Schon bald aber gehen die Vorbereitungen für die nächste Saison wieder los. Auf die Spieler und Trainer der ersten Mannschaft wartet auch in der neuen Spielzeit viel Arbeit.