Anmelden
24.12.2018Spielbericht NLA

51 Sekunden trennen die Thuner vom Sieg

Im letzten Spiel im 2018 traf die erste Mannschaft des UHC Thun auf Floorball Köniz. Die über 1000 Zuschauer sorgten in Köniz für eine absolut Derby würdige Kulisse. In einer hart umkämpften und äusserst knappen Partie verlieren die Thuner am Ende mit 4:3 n.V.

Im ersten Drittel kämpften die beiden Mannschaften auf Augenhöhe. Die Teams agierten kontrolliert und vermieden risikoreiche Aktionen. Dementsprechend wenig Tormöglichkeiten kamen die Zuschauer zu sehen. Kurz vor Drittelsende gingen die Hauptstädter aber doch noch in Führung. Köniz nutzte eine Powerplaymöglichkeit aus und führte nach 20 Minuten mit 1:0. Im zweiten Abschnitt nahm das Spiel deutlich an Fahrt auf. Die beiden Teams agierten bei weitem nicht mehr so geduldig und überlegt wie noch in den ersten 20 Minuten. Ziemlich atypisch für die beiden Mannschaften entwickelte sich das Spiel zu einem offenen Schlagabtausch. Viele Ballverluste in der Mittelzone führten zu einer unterhaltsamen Partie mit zahlreichen hochkarätigen Torchancen. Es waren aber nur die Thuner, welche reüssierten. So stand es nach 40 Minuten 1:1.

Die Berner Oberländer spielten bis anhin überzeugend. In der Defensive agierte man äusserst solide und im Angriff kam man immer wieder in aussichtsreichen Positionen zum Abschluss. Das Spiel war weiterhin absolut ausgeglichen. In der 50. Minute belohnten sich die Thuner für den beherzten Auftritt und erzielten den Führungstreffer zum 2:3. Nun war der amtierende Schweizermeister gefordert. Die Könizer konnten reagieren und schalteten in den letzten 10 Minuten einen Gang höher. Die Thuner wurden in die Defensive gedrückt und konnten sich fast nur noch mit Befreiungsschlägen und vereinzelten Kontermöglichkeiten aus der Umklammerung lösen. Trotzdem brachten die Thuner die Könizer so zur Verzweiflung. Erst 51 Sekunden vor Schluss war es um die Gäste dann doch noch geschehen. Das Heimteam rettete sich mit dem 3:3 Ausgleichstreffer in die Verlängerung.

Dort wirkten die Thuner noch etwas schockiert. Die Stadt-Berner nutzten dies eiskalt aus. Genau ein genialer Spielzug und 52 Sekunden brauchten die Könizer um die Entscheidung herbeizuführen. Am Ende verlieren die Thuner somit ziemlich bitter mit 4:3 n.V.
Wie schon im Hinspiel konnten die Thuner die Könizer bis aufs Äusserste fordern. Am Ende waren es aber dennoch wieder die Stadt-Berner, welche dank ihrer grösseren individuellen Klasse die Partie zu ihren Gunsten entscheiden. Immerhin stehen die Thuner diesmal nicht ganz mit leeren Händen da und gewinnen einen Punkt. Nun geniessen die Thuner erst einmal die Weihnachtszeit. Am 5. Januar im Heimspiel gegen den HC Rychenberg Winterthur werden die Berner Oberländer den Spielbetrieb wieder aufnehmen.

Autor: Yannick Zimmermann